Beichte - Sakrament der Versöhnung
Jeden Samstag ist in St. Stephan von 15 bis 17 Uhr Gelegenheit, das Beichtsakrament zu empfangen. In der Regel sind zwei Priester anwesend, einer im Beichtstuhl, der andere im Beichtzimmer. Sie können wählen, welche Form Ihnen eher entspricht. Wir veröffentlichen im Pfarrblatt, welcher Priester im Beichtzimmer ist. In Unserer Lieben Frau bieten wir einmal im Monat Beichte an - immer am Herz Jesu-Freitag, d.h. am ersten Freitag des Monats, von 17.45 Uhr bis 18.15 Uhr.
Kleiner Tipp am Rande: Wenn von 15 bis 17 Uhr Beichte angesetzt ist, heißt das nicht, dass man um 16.59 Uhr noch schnell in den Beichtstuhl reinrutschen sollte... :-)
Theologisch gesehen, vergibt Gott durch das Sakrament der Beichte die Schuld. Menschlich gesehen, ist die Beichte die Gelegenheit, mit einem Menschen, der etwas von der Sache versteht, ihr Leben anzuschauen, besonders die Aspekte, die mühsam und schwierig sind. So ist die Beichte auch eine Hilfe zu einem bewussten Leben aus christlichem Geist.
Wenn Sie nicht schon lange nicht mehr gebeichtet haben, es jetzt aber wieder mal versuchen wollen, könnte es sinnvoll sein, nicht zu den üblichen Beichtzeiten am Samstag Nachmittag zu kommen, sondern einen gesonderten Termin zu vereinbaren. Dann hat man mehr Zeit. Hinterlassen Sie im Pfarrbüro (91274-0) Ihre Telefonnummer. Einer der Priester wird dann zurückrufen und einen Termin mit Ihnen vereinbaren.
Wie beichten "funktioniert"?
Nun, sagen Sie einfach, was Ihnen das Herz schwer macht. Nennen Sie die Punkte oder Themen, mit denen Sie nicht richtig zurecht kommen. Sie können nichts falsch machen. Sie brauchen keine festen Formulierungen zu verwenden. Hauptsache, Sie fangen an. Ob es eine alte, schlechte Gewohnheit ist, die Sie trotz Anstrengungen nicht loswerden oder ein Mitmensch, der einen aufregt oder die alte Geschichte, die schon lange Gewissensbisse macht oder ob es mit dem Beten nicht recht klappt - alles, was Ihnen Mühe macht oder worüber Sie gerne mal sprechen würden, kann Thema der Beichte sein.
Im Gespräch mit dem Priester ergeben sich häufig neue Sichtweisen auf die Dinge; manches löst sich. Und durch die Lossprechung dürfen Sie sicher sein: Gott ist und bleibt der barmherzige Vater, auch wenn es Punkte gibt, die nicht in Ordnung sind.

